Breitband und öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr zeitgemäß / SCHORISCH Gruppe klagt über fehlende Infrastruktur

Glinde / Reinbek (k-w). Eine mangelhafte Breitband-Versorgung und die schlechte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel schwächen nach Ansicht von Kirsten Schönharting, Vorstand der SCHORISCH Gruppe, die Wirtschaftsstandorte Glinde und Reinbek. Das sagte die Unternehmerin bei einem Gedankenaustausch mit den FDP-Politikern Anita Klahn und Dr. Bernd Buchholz im interkommunalen Gewerbegebiet der beiden Städte.

“Nicht nur für uns sind diese Themen ganz entscheidende Standortfaktoren”, betonte Schönharting, weshalb die Politik unbedingt an den entsprechenden Stellschrauben drehen müsse, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. “Vor allem die Internetleitungen sind nicht mehr zeitgemäß”. Zu einem weiteren Sorgenkind für den Mittelstand entwickle sich der Fachkräftemangel, weshalb die Unternehmensgruppe durchaus neue Wege gehe, um junge Menschen für die Berufsfelder der SCHORISCH Gruppe zu begeistern.

Dazu gehören beispielsweise die verstärkte Ausbildung eigener Nachwuchskräfte, Kooperationen mit Dualen Hochschulen und eine bessere Vernetzung zu anderen Wirtschaftsunternehmen und zur Politik. Außerdem möchte die Tochterfirma SCHORISCH Systems mit einem Partnerbetrieb die Ausbildung im Elektrohandwerk intensivieren. “Ich sehe es als wichtig an, dass Unternehmen ihren Beitrag für die Region leisten”, so Schönharting, “aber dafür brauchen wir die entsprechende Infrastruktur.”

Landtagsabgeordnete Anita Klahn hatte als stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen den Kontakt zu Kirsten Schönharting gesucht, um ihr Respekt für die Entscheidung zu zollen, als Frau die Führungsposition in einer von Männern dominierten Technikwelt zu übernehmen. Die Stärken der SCHORISCH Gruppe liegen in den Komplettlösungen für Sicherheitsstromversorgungen und Sicherheitsbeleuchtungen, in der Elektronik- und Gerätefertigung, im Trafobau, in der Entwicklung und Installation von Energiesparanlagen, Einzelbauteilen sowie Baugruppen in der Ur- und Umformtechnik und schließlich auch im Stahl-, Anlagen- und Stahlwasserbau.

Themen der Gesprächsrunde waren außerdem die Sorgen in vielen mittelständischen Führungsetagen, keinen geeigneten Nachfolger für Unternehmensspitzen zu finden, Mitarbeiterbindung, Nachhaltigkeit und Wertebasis. “Wir brauchen Visionen und Leitplanken entlang des unternehmerischen Weges”, stimmte Kirsten Schönharting mit den Politikern überein, “und wir müssen die Menschen sehen, die hinter dieser Arbeit stecken.” Die Eigentümerfamilie der SCHORISCH Gruppe stehe auf einem “klaren Wertefundament”, machte sie deutlich. Für sie sei es immens wichtig “zu wissen, für wen ich arbeite”. Als Vorstand führt Kirsten Schönharting über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vier Geschäftsbereichen an den Standorten Glinde/Reinbek, Haselund (Nordfriesland) und Karstädt (Brandenburg).

Große Konzerne gehören zu den Kunden der SCHORISCH Gruppe, die weiter wachsen soll. Dabei setzt Schönharting auf das Wissen, das in einer so breit aufgestellten Unternehmensgruppe, gepaart mit „Herz und Leidenschaft“, unzweifelhaft vorhanden sei. Dieses “Know-how made in Germany” könne niemand auf die Schnelle kopieren. Ein Erbe, das sie ausbauen wolle. “Im Prozessthema steckt unsere eigentliche Innovation”, sagte die Unternehmerin, “die SCHORISCH-Kompetenz beruhte schon immer auf der Erkenntnis, was jemand braucht und welche Lösung es dafür gibt.”

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FOTO (sagklahn.jpg im Dateianhang)

Die Steuerung für eine Fischfiletier-Maschine wird bei SCHORISCH Tralec im interkommunalen Gewerbegebiet von Glinde und Reinbek gefertigt, erfahren (von links) Uwe Rasch (Fraktionsvorsitzender der FDP Reinbek), Anita Klahn (Landtagsabgeordnete), Kirsten Schönharting (Vorstand der SCHORISCH Gruppe) und Dr. Bernd Buchholz (Bundestagskandidat) von Projektleiter Axel Ziemann.

Foto: k-w

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